Ortsteile

Am Fuße des Kellerwaldes, eingebettet in einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft liegt die Großgemeinde Gilserberg. Umgeben von einem imposanten Panorama, finden Körper und Geist Entspannung, Erholung und vollen Feriengenuss. Der "Wüstegarten" die Spitze des Kellerwaldes misst immerhin 675 m NN.

Zehn Ortsteile reihen sich wie eine Perlenkette um den zentral gelegenen Kernort Gilserberg mit seiner für ländliche Verhältnisse guten infrastrukturellen Ausstattung.

Die Gemeinde Gilserberg ist Partnerschaftsgemeinde von Rocheseviere/Frankreich. 

Geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Gilserberg

Die Gemeinde Gilserberg entstand im Zuge der hessischen Gebiets- und Bodenreform der siebziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts durch Zusammenschluss von elf Ortschaften:

Appenhain, Gilserberg, Heimbach, Itzenhain, Lischeid, Moischeid, Sachsenhausen, Schönau, Schönstein, Sebbeterode, Winterscheid. In der Gemeinde Gilserberg leben 3.654 Einwohner. Alle heutigen Ortsteile der Gemeinde können auf eine über 700-jährige Geschichte zurückblicken.

Appenhain wurde erstmals in einer Urkunde des Klosters Spieskappel aus dem Jahre 1196 unter der Bezeichnung "Eppenhagen" erwähnt. Vermutlich hat sich Appenhain aus einem dem Kloster Spieskappel gehörenden Gutshof entwickelt.

Das Dorf kann auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurückblicken. So alt wie der Ort ist möglicherweise eine von zwei ehemals betriebenen Mühlen (Obere Gecksmühle).

Etwa 70 Einwohner leben heute in Appenhain.

Im Jahre 1262 wurde Gilserberg erstmals in einer Urkunde des Klosters Haina erwähnt, seinerzeit unter dem Namen Willingeshusen minori (Klein Willingshausen). In den folgenden Jahrhunderten taucht der Ort unter verschiedenen Bezeichnungen in den Quellen auf (z.B. Willingishusen, Wilngishusin, Willingshausen vor dem Walde), bis sich schließlich ab ca. 1705 die heutige Namensform Gilserberg durchsetzt. Der Name leitete sich von dem Wirtshaus "Auf dem Gilserberg" (Vorgänger des Pfefferschen Hofes) ab.

Gilserberg war namensgebend für die Gemeinde und ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Heimbach wurde urkundlich erstmals im Jahre 1243 als "Hembach" erwähnt. Ein großer Teil des Dorfes war Lehen derer von Heimbach, bis es 1357 den Grafen von Ziegenhain zu Lehen gegeben wurde.

Itzenhain hieß früher vermutlich "villula Eizenheim" und wurde um 1240 unter dieser Bezeichnung in einer Urkunde des Klosters Haina erwähnt.

Lischeid wird erstmals im Jahre 1251 als "Lichtenscheit" in einer Urkunde des Klosters Haina genannt, das 1264 das Dorf erwarb und verschiedene Grundherren damit belehnte. Seit 1350 gehörte der Ort als Lehen den Grafen von Ziegenhain.

Moischeid wurde urkundlich erstmals im Jahre 1253 als "Moinscheit" genannt. Das Dorf wurde im Jahre 1350 durch das Kloster Haina an die Grafen von Ziegenhain als Lehen übertragen.

Sachsenhausen wurde im Jahre 1224 erstmals genannt und gehörte damals schon zum Amt Schönstein.

Schönau wurde zum ersten Mal im Jahre 1264 als "Schonowe" urkundlich aufgeführt, als die Grafen von Ziegenhain das Erzbistum Mainz als Lehnsherrn des Dorfes einsetzten.

Schönstein wurde im Jahre 1350 als "Schonstein" erstmals schriftlich genannt. Das Dorf erhielt den Namen von dem nahe gelegenen Schloss der Grafen von Ziegenhain, das um 1350 - gleichzeitig mit der Landesburg - erbaut wurde.

Sebbeterode wurde erstmalig im Jahre 1201 in einer Urkunde des Klosters Haina unter der Bezeichnung "Sigewarterade" erwähnt. 1426 gelangte der Ort vom Erzbistum Mainz an die Grafen von Ziegenhain und nach deren Aussterben 1450 an die Landgrafen von Hessen.

Winterscheid wurde erstmals im Jahre 1230 in einer Urkunde des Klosters Haina als "Weterscheid" erwähnt. 1265 erhielt das Kloster Haina das Gericht über das Dorf, das dann um 1350 an die Grafen von Ziegenhain gelangte.