Kellerwaldverein informiert

Panoramaseite Muschelkalkweg Logo Muschel Wegsymbol 2In und um Gilserberg gibt es eine Vielzahl von geologischen Besonderheiten. Um darauf aufmerksam zu machen hat die Gemeinde Gilserberg den sogenannten Muschelkalkweg in Winterscheid eingerichtet. Die Projektidee geht auf den kürzlich verstorbenen Gilserberger Willi Schütz zurück. Er verfügte über weitreichende geologische Fachkenntnisse, von der die Gemeinde oft profitieren konnte. Mit weiteren Aktiven hatte er die „Aktionsgruppe Erdgeschichte Gilserberger Raum“ gegründet.
Bei der Umsetzung des Vorhabens wurde die Gemeinde durch den Nationalen Geopark GrenzWelten unterstützt. Das gilt insbesondere für die Konzeption der Wegeführung.

Panoramaseite Muschelkalkweg Gruppenfoto
v.l.n.r.: Norbert Panek (Nationaler Geopark GrenzWelten, Korbach); Lisa Küpper (Region Kellerwald-Edersee e.V.); Ingrid Kusber; Eva Claas (Amt für Wirtschaftsförderung, Homberg); Adel Karama (Ortsvorsteher Winterscheid); Erich Kusber; Marlene Jüngst; Anni Bierwirth; Dr. Jürgen Freund; Bürgermeister Rainer Barth; Therese Schütz; Gisela Freund; Norbert Ilg; Uschi Thuleweit; Annelie Plock (Gemeindeverwaltung/Tourismus); Werner Thuleweit; Gerlinde George; Adolf Jüngst; Jürgen Kaiser

Die Einrichtung des Muschelkalkweges wurde aus dem LEADERProgramm der Europäischen Union und des Landes Hessen gefördert. Die Kosten der Gesamtmaßnahme lagen bei 12.000 €, die Fördersumme betrug 75% der Nettokosten, insgesamt 7.600 €. Die Kofinanzierung in Höhe von 25% der Nettokosten und die Mehrwertsteuer wurden durch die Gemeinde Gilserberg aufgebracht.
Gefördert wurden die Erstellung von fünf Informationstafeln und einem Informationsfaltblatt im Geopark-Design sowie die Wegemarkierungen. Außerdem wurde eine Bank-Tisch-Kombination aufgestellt, so dass die Besucher nun komfortabel rasten können.
„Die Pflege und die Unterhaltung des Weges übernimmt die Gemeinde Gilserberg“, erläutert Bgm. Rainer Barth.

Wegeverlauf ab DGH Winterscheid

In Winterscheid gibt es einzigartige erdgeschichtliche Gesteinsaufschlüsse und botanische Besonderheiten. Hierzu zählen Kalkmagerrasen mit seltenen, wildwachsenden Orchideen und weiteren gefährdeten Pflanzenarten. Von besonderer Bedeutung am Weg sind jedoch das Kulturdenkmal „Trichterkalkofen“ und die ehemaligen Kalksteinbrüche. Norbert Panek vom Geopark-Projektbüro (Korbach) verweist außerdem auf ein besonderes geologisches Phänomen: Der Ort liegt im so genannten „Momberger Muschelkalk-Graben“ – eine schmale Zone, in der sich die Erdkruste schon vor Jahrmillionen abgesenkt hat. Der Wanderweg startet am Dorfgemeinschaftshaus in Winterscheid und umfasst eine rund 5 km lange Rundroute. Diese ist mit dem Symbol eines Fossils aus dem Muschelkalk (Kopffüßer) selbstführend angelegt.
Die Wegeführung verläuft am Rand des Naturschutzgebietes „Kalkkuppen bei Winterscheid“ und im Einklang mit der Natur. Führungen werden über die Gemeinde, aber auch den Naturpark bzw. den Geopark vermittelt. Informationen und Kontakte sind über die Gemeinde sowie die Tourismusorganisation Rotkäppchenland erhältlich.

Kontakt:

Gemeinde Gilserberg, Tel. 06696-96190 u. E-Mail ; www.gilserberg.de

Nationaler Geopark GrenzWelten, Korbach, Tel. 05631-954313,
www.geopark-grenzwelten.de

Tourismusservice Rotkäppchenland, Tel. 06691-20744407,
E-Mail , http://www.rotkäppchenland.de

Mit dem Muschelkalkweg sollen Einheimische, aber auch Touristen, und Schulklassen angesprochen werden.
„Das Projekt berührt zwei Handlungsfelder unseres Regionalen Entwicklungskonzeptes: Die Profilierung der Region als touristisches Ziel sowie die Entwicklung und den Schutz naturräumlicher Alleinstellungssmerkmale, erläutert der Vorsitzende des Vereins Region Kellerwald-Edersee e.V., Bgm. Volker Zimmermann. „Der Vorstand des Vereins war deshalb gerne bereit, das Vorhaben zu unterstützen“.

Danksagung der Gemeinde Gilserberg

Bürgermeister Barth dankt im Namen der Gemeindegremien und persönlich allen Beteiligten für die Initiierung, Organisation und Umsetzung sowie finanziellen Förderung dieses besonderen Projektes.

  • Unser besonderer Dank gilt dem Initiator Herrn Willi Schütz und seiner besonderen Verdienste. Die Einrichtung des Muschelkalkweges basiert auf seiner wissenschaftlichen Arbeit und der über viele Jahre zusammengetragenen Erkenntnisse. Der Muschelkalkweg konnte in erster Linie aufgrund des großen Engagements von Herrn Schütz realisiert werden. Die Gemeinde Gilserberg schätzt die geologischen Besonderheiten, welche sich in dem betreffenden Gebiet befinden. Aufgrund dessen war es ein wichtiges Anliegen, diese einer breiten Öffentlichkeit als weitere touristische Besonderheit zugänglich zu machen.

Weiterhin danken wir:

  • Therese Schütz für die projektbezogene Unterstützung ihres Ehemannes und die gute Kooperation mit den beteiligten Stellen
  • Den Mitgliedern der „Aktionsgruppe Erdgeschichte Gilserberger Raum“
  • Norbert Panek (GeoparkGrenzWelten, Korbach) für seine hervorragende Unterstützung im Hinblick auf Layout der Hinweis-Tafeln und des Flyers
  • Lisa Küpper (Region Kellerwald-Edersee e.V.) sowie Frau Eva Claas (Amt für Wirtschaftsförderung) für die gute Kooperation im Zusammenhang mit der Projektförderung
  • Ortsbeirat Winterscheid mit Ortsvorsteher Adel Karama für das Engagement im Zusammenhang mit diesem Projekt
  • Anna Luise Plock für die Projekt-Sachbearbeitung bzw. Koordination und Erledigung des vielfältigen Schriftwechsels
  • allen sonstigen am Projekt beteiligten Personen

Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt, welches lediglich durch die gute Kooperation und Kommunikation aller Beteiligten realisiert werden konnte.

Flyer zum Muschelkalkweg sind bei der Gemeindeverwaltung Gilserberg erhältlich.
Download als PDF

Bad Wildungen, Gilserberg, den 29.11.2017